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Titel: Imperium
Autor: Robert Harris
Orginalsprache: Englisch
Orginaltitel: Imperium
Genre: Roman
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453479835
Seitenzahl: 474
Erscheinnungsjahr: 2006
„Imperium“ erzählt die Geschichte des Marcus Tullius Cicero und seiner politischen Karriere in der Römischen Republik. Der später für seine Redekunst berührte Cicero lernt in Griechenland von verschiedenen Meistern ihres Faches die Kunst der Rhetorik. Mit dabei ist sein Sklave, Sekretär und in gewisser Weise auch Freund Tiro, der uns Ciceros Leben schildert.
Als er von Griechenland zurückkehrt, lässt sich Cicero in den Senat wählen und verbringt dann ein Jahr als Beamter in Sizilien, wo er sich bei den Menschen einen guten Namen macht. Wieder in Rom widmet er sich wieder seinem eigentlich Beruf als Anwalt und erarbeitet sich schnell den Ruf, der zweitbeste Advokat Roms zu sein.
Seinen Rivalen Hortensius vernichtend zu schlagen, gelingt ihm mit einem geschickten Schachzug, der sich ergibt als die Sizilianer seine Hilfe gegen den ehemaligen Statthalter Gaius Verres erbitten. Cicero reist zur Beweisaufnahme nach Sizilien und sammelt dort Unmengen von Beweisen und bestellt Zeugen für die Verhandlung nach Rom.
Schnell muss er jedoch erkennen, dass Hortenisus, der Verteidiger von Verres, auf Zeit spielt und dafür sorgen will, dass der Prozess durch eine Reihe von Feiertagen unterbrochen wird, sodass Ciceros Anklagerede bei der Urteilsentscheidung schon in Vergessenheit geraten sind.
Es entscheidet sich dafür auf die sonst übliche Anklagerede zu verzichten und Angeklagepunkt für Angeklagepunkt hintereinander abzuhandeln, worauf sein Gegner alles andere als vorbereitet ist. Cicero gewinnt den Prozess triumphierend, musste jedoch einen Deal mit dem Konsul und früheren Feldherren Pompeius eingehen, der den Schaden für Verres und damit auch für die übrigen Adligen gering hält.
Cicero treibt seine Karriere weiter voran und rückt in den engsten Zirkel von Pompeius auf, der neben seinem Widersacher Crassus wohl über den größten Einfluss in Rom verfügt. Dessen Jahr als Konsul ist inzwischen vorüber und da er nicht untätig dasitzen möchte, verfolgt er das Ziel den Oberbefehl über eine große Zahl an Schiffen und Soldaten zu bekommen, um eine Gruppe Piraten das Handwerk zu legen. Dies soll ihm daraufhin zu einem weiteren Oberbefehl über die Streitkräfte im Osten bescheren. Cicero leistet den größten Teil der Plaungsarbeit, doch als Pompeius fort ist, bleibt auch von dessen Einfluss nicht mehr viel übrig. Des kommt Cicero ungelegt, möchte er doch gerne seine Laufbahn mit dem Amt des Konsuls krönen.
Stehen seine Chancen am Anfang noch gut, zeichnet sich schnell ab, dass fast ganz Rom für die anstehenden Wahlen verschiedener Posten bestochen wurde. Da nur Crassus über derartige Mittel verfügt, ist die Quelle offensichtlich und mit Caesar als Crassus' Freund der wohl eigentliche Drahtzieher identifiziert.
Ein ehemaliger Schüler Ciceros bringt seine Ausbildung gerade bei Crassus zu Ende, unterstützt jedoch seinen früheren Lehrer indem er den Sekretär Tiro heimlich in Crassus Anwesen einschleust und wo dieser hinter einem Vorhang versteckt das Treffen verschiedener Verschwörer in seiner selbst entwickelten Kurzschrift festhält.
Aus den Notizen schlussfolgert Cicero, dass die Verschwörer das Ziel der Herrschaft über Rom verfolgen, die keineswegs so demokratisch sein soll. Da sich dies vor allem gegen die Adligen richtet, sind diese bereit mit dem ihnen sonst so verhassten Cicero zu kooperieren und ihm letztendlich doch zum Konsulat zu verhelfen.
Bewertung: Bei 119 abgegebenen Bewertungen
Autor der Beschreibung: Leseratte