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Titel: Die Erlöser AG
Autor: Björn Kern
Genre: Roman
Verlag: C.H.Beck
ISBN: 978-3-406-56374-4
Seitenzahl: 269
Erscheinnungsjahr: 2007
„Die Erlöser AG“ zeichnet ein Bild Deutschlands in nur wenigen Jahrzehnten: das Land ist voll von alten, kranken Menschen, die oft nicht mehr bei Verstand sind. Richtige „Altenghettos“ sind entstanden. Auf einer Pressekonferenz verkündet die Regierung die Abschaffung des Paragraphen 216, der die Tötung auf Verlangen unter Strafe stellt.
Dies bleibt zunächst ohne große Wirkung bis Paul Kungebein, eigentlich ein Journalist, und Hendrick Miller, Oberarzt der Berliner Charité, sich zusammenschließen und eine Agentur gründen, die auf Verlangen den alten und kranken Menschen den Tod bringen soll. Die nötige Erlaubnis zu bekommen stellt für den Arzt Miller kein Problem dar und nach anfänglichen Schwierigkeiten füllen sich langsam die Auftragsbücher der Agentur. In Deutschland debattiert man daraufhin heftig über diesen Skandal und gerade über die Absicht auch den Menschen das Leben nehmenzukönnen, die ihren Willen nicht mehr äußern können, weil sie geistig schon zu verwirrt sind.
Während Miller sich Kritik von seiner Tochter, die ebenfalls als Ärztin arbeitet, anhören muss, steht Kungebein im Zwiespalt mit sich selbst, denn sein eigener Vater ist dement und sein Geisteszustand verschlechtert sich immer weiter. Schließlich fasst auch Kungebein den Entschluss seinen Vater durch aktive Sterbehilfe den Tod zu ermöglichen, der selbst seinen Willen nicht mehr äußern kann.
Bewertung: Bei 250 abgegebenen Bewertungen
Autor der Beschreibung: Leseratte