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Titel: Der Chronist der Winde
Autor: Henning Mankell
Orginalsprache: Schwedisch
Orginaltitel: Comédia infantil
Genre: Roman
Verlag: Paul Zsolnay Verlag
ISBN: 3-423-12964-6
Seitenzahl: 265
Erscheinnungsjahr: 1995
Der Chronist der Winden, José Antonio Maria Vaz, erzählt die Geschichte von Nelio, einem Straßenkind mit einer bemerkenswerten Persönlichkeit. Vor einem Jahr hat er Nelio in der Nacht im Theater gefunden, welches zu der Bäckerei gehört in der er arbeitet. Der etwa zehnjährige Nelio ist von Kugeln verletzt worden und weiß, dass er sterben wird. Vaz bringt ihn auf das Dach der Bäckerei und kümmert sich um den Jungen, der ihm verbietet einen Arzt zu holen oder ihn ins Krankenhaus zu bringen.
In den folgenden Nächten erzählt Nelio seine Geschichte. Sie beginnt in seinem Dorf, das von Revolutionären überfallen wird. Sie töten unter anderem seine kleine Schwester und verschleppen die Dorfbewohner. Schließlich sollen Nelio und die anderen Jungen zu Kindersoldaten werden. Nelio soll seinen Cousin erschießen, doch stattdessen richtet er die Waffe auf den Soldaten, der ihn dazu zwingt. Er entkommt dem Schicksal eines Kindersoldaten und gelangt schließlich in eine Stadt am Meer.
Dort rettet er Cosmos, den Anführer einer Gruppe Straßenkinder, vor der Polizei und wird damit bei ihnen aufgenommen. Später wird Nelio zum Chef der Gruppe, als Cosmos sie verlässt. Im Gegensatz zu anderen Straßenkindergangs verprügelt Nelio niemanden und hat es auch geschafft niemals selbst geschlagen zu werden, was an ein Wunder grenzt und seinen Ruf, ein besonderer Mensch zu sein, begründet.
Nelio erzählt, wie seine Gruppe in das Haus eines Entwicklungshelfers eindrang, um in dessen Abwesenheit den Geburtstag von Alfredo Bomba, einem der Straßenkinder seiner Gruppe, zu feiern. Dieser Alfredo wird später krank und im Krankenhaus sagt man ihnen, dass er nicht mehr lange leben wird.
Da sie ihm nun jeden Wunsch erfüllen und er sich wünscht zu einer geheimnisvollen Insel zu reisen, von der ihm seinen Mutter erzählt hat, versucht Nelio den Ort ausfindig zu machen. Am Ende kommt Nelio die Idee, nachts in das leere Theater einzudringen und dort ein Stück zu proben, dass Alfredos Reise zu seiner Insel erzählt.
Nachdem sie das Stück für ihn aufgeführt haben, stirbt Alfredo noch im Theater. Zur gleichen Zeit kommen die Nachtwächter herein und schießen auf Nelio, der den toten Körper seines Freundes verteidigen will. Nelio bleibt auf der Bühne liegen, während er die anderen anweist, sich davon zu machen.


Persönliches Fazit:
Das Buch ist unheimlich schön geschrieben und hat Tiefe. Es führt das Leid und Leben der Straßenkinder vor Augen, deren einziger Sinn im Leben, der ist zu überleben. Das Buch berührt und ich lege es jedem ans Herz dieses Buch zu lesen.
Bewertung: Bei 175 abgegebenen Bewertungen
Autor der Beschreibung: Leseratte